Elfenbeinküste
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Elfenbeinküste in der Böhme-Zeitung.
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- Kopie von U17 WM
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- xBP 36-Ausstellung Afrika
- Gelebtes Multikulti im Heidekreis Internationale Begegnungsstätten fördern das Verständnis füreinander – Zwei Beispiele zeigen, wie ein Miteinander funktionieren kann Ein Treffpunkt ist ein Ort, an dem Menschen sich verabreden, mit anderen zusammenkommen können. Das kann am Bahnhof sein, am Flughafen oder am Brunnen auf dem Marktplatz einer Stadt. Egal mit wem: ob fremd oder bekannt, befreundet oder verliebt. Immer stellt sich ein Gefühl der Erwartung, Aufregung und auch der Sicherheit ein, wenn sich Menschen treffen. Begegnung und Kommunikation sind Grundlagen für das soziale Miteinander – gerade jetzt, da Menschen aus der ganzen Welt in den Heidekreis kommen, um hier ein neues Leben zu beginnen. Wie dieses internationale Aufeinandertreffen funktionieren kann, zeigen Stätten wie die Scheune in Neuenkirchen und die Jugendfreizeitstätte in Soltau. Treffpunkt Scheune vo Neuenkirchen . Sie steht in der Bahnhofstraße, die ehemalige Neuenkirchener Scheune. Lang war sie ungenutzt, jetzt soll sie zu einem Treffpunkt in der Gemeinde werden. Marcus Thiemann stellt sie zur Verfügung, hergerichtet wird sie im Rahmen der Neuenkirchener Flüchtlingshilfe sukzessiv mit großem ehrenamtlichen Engagement zu einer Werkstatt, zur Anlaufstelle für Rat- und Hilfesuchende und eben auch zum Treffpunkt mit und für Flüchtlinge. Seine Premiere erlebte der „Treffpunkt Scheune“ drei Tage vor Weihnachten. Dank mehrerer großzügiger Spenden für Geschenke und des gerade eingebauten Buller-Ofens „Bruno“, ebenfalls gespendet und mit „Migrationshintergrund“ – die Weiterentwicklung des „Bullerjan“ stammt aus Tschechien –, sollte ein wenig gefeiert werden. Viele Flüchtlings-Gäste und einheimische Neuenkirchner hatten sich zu einem gemütlichen Beisammensein verabredet. Leuchtende Augen zeigten die Freude über ein repariertes Fahrrad oder eine langersehnte Armbanduhr. Puppen, Kaffee, süßes Gebäck oder aber ein Gutschein zum Aufladen für das Handy – alles war dankbar willkommen. Mit dabei war auch Kari Djata mit ihrem neugeborenen Kind. Elus heißt das Mädchen, das am 1. November 2015 in der Braunschweiger Flüchtlings-Erstaufnahmeeinrichtung geboren wurde. Seine Eltern Kari Djata, 20 Jahre alt, und der zwei Jahre ältere Vater Mamadou waren von der Elfenbeinküste geflüchtet, einem von Bürgerkrieg geschüttelten und zerrissenen Land im Westen des afrikanischen Kontinents. Terror und Verzweiflung sind nicht nur in der Krisenregion im Nahen Osten zu Hause. Erfolgreiches Rezept Seit dem 10. November lebt die junge Familie in Tewel, in der Ferienwohnung von Monika und Herbert Zimmermann. Eine Unterkunft mit Familienanschluss, wie die Vermieterin erläutert, und eine der entscheidenden Zutaten für ein erfolgreiches Inte- grationsrezept. Nicht die Aussicht auf eine Vermietung der Immobilie habe den Ausschlag gegeben, betont Monika Zimmermann, vielmehr die Antwort auf die Frage: „Wie können wir helfen, was können wir tun, angesichts der hohen und weiter steigenden Zahl der Zufluchtsuchenden, die zu uns kommen?“ Schwanger war Kari Djata mit ihrem Mann auf der afrikanischen Seite des Mittelmeeres in eines der zu trauriger Berühmtheit gelangten Flüchtlingsboote gestiegen. Einen Tag dauerte die Überfahrt nach Italien. Von dort führte ihr Weg immer weiter nördlich bis in den Sticht. Vieles müssen die beiden hier selbst erleben und erfahren. Bei anderen Dingen stehen ihnen die Zimmermanns zur Seite, fahren sie zum Einkaufen und zum Arzt, begleiten und unterstützen sie bei Behördengängen und vor allem mit gemeinsamen Aktivitäten. Beim „German Cooking“ erfährt Kari Djata von Monika Zimmermann, was alles in eine zünftige niedersächsische Hochzeitsuppe gehört. Oft wiegt Zimmermann das kleine Mädchen in den Armen. Die beiden Männer sind häufig in der Werkstatt anzutreffen. All das erleichtert den Ivorern, wie die Einwohner der Elfenbeinküste auch genannt werden, die Annäherung an die Sprache des Gastlandes. Fortschritte bei den Deutschkenntnissen bringt auch der privat organisierte Unterricht in der Neuenkirchener Schule. Und doch reicht das bei Weitem nicht aus, weiß Monika Zimmermann: „Was ihnen fehlt, ist ein anständiger Sprachkurs der Volkshochschule.“ Diese und weitere Alltagssorgen rückten an diesem Abend beim Treffpunkt Scheune in den Hintergrund. Es wurde ein Ort der Begegnung für Alte und Junge, für Gäste und Fremde. „Wann immer die Türen offen stehen, schauen Sie mal rein“, lautet die Bitte der Initiatoren – nicht nur an diejenigen, die von weit her gekommen sind und hier ein neues Leben beginnen wollen, sondern auch an alle anderen. Jugend verbindet
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