Geprägt durch christlichen Glauben
„Gustav Isernhagen is’ een bannich gooden Kerl“ – mit dieser Feststellung schloss der damalige Vorsitzende Friedrich-Otto Ripke in der Dezember-Kreistagssitzung 2015 seine Laudatio für den Wietzendorfer, bevor er diesem die Ehrennadel des Heidekreises ans Revers heftete – unter anderem als Würdigung für sein Engagement zur Förderung der plattdeutschen Sprache für das Forum Plattdüütsch Heidekreis, dessen Beauftragter er sieben Jahre lang war. In der vergangenen Woche ist Gustav Isernhagen im Alter von 88 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit verstorben. Mit ihm verliert der Heidekreis eine Persönlichkeit, die das politische und gesellschaftliche Geschehen in der Region mit geprägt und insbesondere in seiner Heimatgemeinde Wietzendorf viele Spuren hinterlassen hat. Nach Besuch der Volksschule in Mittelstendorf und Soltau von 1943 bis 1952 absolvierte Isernhagen eine Ausbildung bei der Deutschen Bundespost, bei der er von 1955 bis zu seinem Einzug in den Landtag 1982 arbeitete, seit 1968 als Betriebsleiter des damaligen Postamts Wietzendorf.