„Fühlst du das nicht?“

Für das Soltauer Lesetheater Eberhard Gros und Wilhelm Ruhkopf war die Aufführung „Tucholsky – Ein Leben gegen den Strich“ am vergangenen Freitag ebenso eine Premiere wie für den veranstaltenden Kulturverein Soltau, der damit sein Kulturangebot erstmals um eine Lesung erweiterte. Für die etwa 100 Besucher in der Bibliothek Waldmühle war die Veranstaltung rundum ein Genuss: „Da passte wirklich alles“, brachte es eine begeisterte Zuschauerin auf den Punkt. Die Auswahl, die Gros und Ruhkopf aus mehr als 2500 Texten getroffen hatten, setzt markante Schlaglichter aus dem Lebenslauf des Schriftstellers und Journalisten Kurt Tucholsky (1890-1935) in Szene, der seine Werke unter vier Synonymen veröffentlichte. Das Duo in nadelgestreiften Westen, mit roten Krawatten und schwarzen Hüten am rotsamtenen Lesepult, zog das Publikum von den ersten Minuten an in seinen Bann, sodass es zunächst nicht wagte, die Konzentration durch Applaus zu unterbrechen.

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