BER
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BER in der Böhme-Zeitung.
Artikel
- Ohne eine FFP2-Maske geht fast gar nichts mehr BZ vom 17. Januar 2022 In dem Kasten zu dem Artikel über die neue Corona-Verordnung führen Sie die Inzidenzen von diversen Orten in Niedersachsen auf. Diese Zahlen sind zwar so von staatlicher Seite vorgegeben, jedoch nicht ohne weiteres einzuordnen. Die Bezugsgröße von 100 000 Personen (innerhalb einer Woche) generiert zwar eine erschreckende Zahl von mehreren Hundert bis über tausend Menschen, welche ein positives Testergebnis erhalten haben, gibt mir aber kein Gefühl für die Lage. Eine vertraute Bezugsgröße, mit der wir alle aufgewachsen sind, ist Prozent. Da weiß jeder, 50 Prozent ist die Hälfte, 10 Prozent relativ wenig. Es ist kein mathematisches Zauberwerk, die Inzidenzzahlen in Prozent umzurechnen. Man muss nur das Komma um drei Stellen nach links verschieben. Aus einer Inzidenz von 417,1 werden so 0,4171 Prozent (Land). Dazu habe ich ein erlebtes Gefühl. Die Inzidenz von 1247,7 wird so zu 1,2477 Prozent (Delmenhorst). Die Hospitalisierungsinzidenz von 4,8 beträgt demnach 0,0048 Prozent. Zur Hilfe darf man sich noch bewusst machen, bei einer dauerhaft anhaltenden Inzidenz von 1000, bräuchte es nahezu zwei Jahre um die gesamte Bevölkerung zu infizieren. Wohlgemerkt zwei Jahre durchgehend eine Inzidenz von 1000. Wenn von der Regierung behauptet wird, in kurzer Zeit werden nahezu alle einmal infiziert worden sein, ist das vor dieser Rechnung geradezu abenteuerlich. Um innerhalb von zum Beispiel einem Vierteljahr die Gesamtbevölkerung (ohne Doppel-infektionen) zu infizieren bräuchte es eine durchgehende Inzidenz von 8333, oder 8,333 Prozent. Als verantwortungsbewusster Redakteur müsste man meines Erachtens dem Leser hier durchaus die Relationen nahebringen. Leider folgen nahezu alle Medien den offiziellen Verlautbarungen. Es sollte erkennbar sein, wenn das Gesundheitsministerium zur Begründung der grundrechtseinschränkenden Maßnahmen auf das RKI (Robert-Koch-Institut) verweist, welches eine untergeordnete Behörde des Gesundheitsministeriums ist, dann ist das eine Selbstlegitimation. Die ist einer Demokratie jedoch unwürdig, und müsste nach meinem Verständnis verfassungsrechtlich als höchst bedenklich eingestuft werden. Nach dem Philosophen Matthias Burchard zeichnet sich ein mündiger Bürger dadurch aus, dass er in der Lage ist, auf ein Problem/eine Frage eine Antwort zu erarbeiten, ohne Anleitung von außen, er also nicht des betreuten Denkens bedarf. Ich hoffe, wir haben in unserer Republik davon noch genug ... Mathias Främcke, Bispingen Gas in Jamal-Pipeline fließt umgekehrt Eine Leere für Deutschland BZ vom 3. Februar 2022 Wie kann es sein, dass Sie im „Blickpunkt“ zwei Seiten darauf verwenden, die Gaskrise „zu erklären“, und kein Wort darüber verlieren, dass seit circa zwei Monaten der Gasfluss in der Jamal-Pipeline in umgekehrter Richtung verläuft (Reuters, 20. Januar 2022): von Deutschland nach Polen und weiter in die Ukraine, während sich bei uns die Preise erhöhen und energieintensive Unternehmen Pleite gehen? Eine Ursache: Polen hat alle Lieferverträge mit Russland gekündigt und will in einem Jahr über die Baltic Pipe Gas beziehen. Für deutsche Gashändler ist dies ein äußerst lukratives Geschäft, aber nicht für Russland. Schade, dass Sie einfach abschreiben. Christiane Dulk, Schneverdingen Anmerkung der Redaktion: Laut Tagesschau vom 21. Dezember 2021 hat Russland die Umkehrung des Gasflusses selbst veranlasst. Dort heißt es: „Russland erklärte nun, die Umkehrung der Gaslieferung sei eine rein kommerzielle Entscheidung und habe nichts mit Politik und den Streitigkeiten zu tun.“ (Quelle: www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/energie-gas-preise-verbrauch-101.html) Mit Fakten manipuliert Leserbriefe Von beiden Seiten aus betrachten (mit Anmerkung der Redaktion) und Vergleich der Werte ermöglichen BZ vom 24. Januar 2022 und 7. Februar 2022 Der erste Verfasser schwurbelt über die ungleiche Behandlung von Impfbeführwortern und Impfgegnern. Er verweist auf den Sicherheitsbericht des Paul-Ehrlich-Instituts vom Dezember 2021, der für jeden im Internet einsehbar ist und darin erwähnte 1919 Tote zeitnah zur Impfung. Das ist nicht gelogen, aber hier wurde jeglicher Manipulation der Weg bereitet, denn im Bericht wird weiter ausgeführt, dass sich der „zeitnahe“ Zusammenhang über einen Zeitraum von 0 bis 298 Tage erstreckt. Bei logischer Betrachtung ist davon auszugehen, dass in diesem Zeitraum der Tod auch ohne Impfung eintreten kann. Im selben Bericht wird deshalb auch fortgesetzt, dass nach Untersuchung der Todesfälle das Paul-Ehrlich-Institut 78 Fälle als impfbedingt für möglich beziehungsweise wahrscheinlich hält (siehe Sicherheitsbericht vom 26. Oktober 2021) bei 123 347 849 Impfungen. Der Verfasser beschwert sich, dass Kritik mit allen Mitteln unterbunden wird. Ich halte es für bedenklich, wenn mit Fakten, die wie hier aus dem Zusammenhang gerissen werden, solche Manipulationen erfolgen. Die Anmerkung der Redaktion, für die laut Impressum zwei investigative Reporter arbeiten, bestätigt die Zahl der 1919 Todesfälle als durch die Impfung bedingt und zementiert diese noch durch prozentuale Einordnung zur Anzahl der Impfungen. Der Verfasser des zweiten Beitrags bezieht sich auf den vorgenannten Artikel und errechnet aus der manipulierten Zahl Impftoter auch gleich die Anzahl der Impftoten auf 100 000 Impfungen. Anhand der korrigierten Zahlen kann er jetzt die Prozente neu berechnen und darüber nachdenken, wie er manipuliert wurde. Zum Vergleich sollten auch die Toten, die an oder mit Corona starben, erwähnt werden. Das sind bis jetzt mehr als 90 000 allein in Deutschland. Norbert Lenschow, Soltau Warum Kerosin nicht ebenso belasten? Alternative zu Öl und Gas BZ vom 1. Februar 2022 In welchem Wolkenkuckucksheim wohnt denn der Autor des Kommentars beziehungsweise wieviel Tausende Euro hat er jeden Monat zur Verfügung? Die Energiepreise in Deutschland sind politische Preise und haben weder etwas mit den Einkaufspreisen noch mit Herstellungskosten zu tun. Die Steuern und Abgaben betragen etwa zwischen 50 und 80 Prozent der Endpreise. Die Autofahrer zahlen schon lange nicht mehr nur für Straßen, Rettungsdienste und welche Kosten man ihnen sonst noch zurechnen kann. Etwa zehn Prozent der steuerlichen Leistungen der Autofahrer fließen in den Straßenbau, der Rest verschwindet in dem Moloch Staatsfinanzen. Da bekommt die Bahn jedes Jahr Milliarden für ihren Streckenausbau oder Neubau von Bahnhöfen. Das Milliardengrab BER (Flughafen Berlin-Brandenburg) nicht zu vergessen. Förderung von sogenannten „erneuerbaren Energien“ ebenso, damit sich der Bau von Windkraftanlagen auch für die Betreiber rentiert. Und jetzt werden die Abgaben jedes Jahr erhöht, egal wieviel das Rohöl kostet. Interessant dabei ist, dass die Treibstoffpreise pro Liter in Polen etwa 50 Cent niedriger liegen als in Deutschland. Vermutlich ist die polnische Währung stärker als der Euro, sodass sie wesentlich günstiger einkaufen können. Ich frage mich nur, warum das Kerosin der Flugzeuge nicht in gleichem Maße belastet wird. Ach ja, „grüne“ Politiker fliegen so gern. Millionäre fliegen auch gern kostengünstig, zum Beispiel auf die Malediven, um sich nach mehreren Impfungen dort mit Corona zu infizieren. 3000 Liter verbraucht ein Passagierflugzeug allein beim Start, damit könnte ein Kleinwagen mit durchschnittlicher jährlicher Kilometerleistung fünf bis sieben Jahre fahren! Selbst ein SUV mit 8 Liter Verbrauch auf 100 Kilometer käme damit 37 500 Kilometer weit. Während der Autofahrer für diese Menge weit über 2000 Euro Abgaben bezahlte, kommen die Flugpassagiere mit ein paar Euro davon. Das Ergebnis wird umso schlechter, je weniger Passagiere an Bord sind, denn der Verbrauch geht in erster Linie auf das Gewicht des Flugzeugs zurück und weniger darauf, wie viele Menschen mitfliegen. Wenn man bedenkt, dass kürzlich wegen eines Schneesturms in Teilen der USA an einem Tag über 5000 Flüge ausgefallen sind, kann man sich ausrechnen, wie viel Kerosin kaum besteuert täglich verbrannt wird. Nun soll demnächst noch künstlicher Treibstoff für die Flugzeuge hergestellt werden. Er soll zwei- bis dreimal so viel wie Kerosin kosten. Wer soll das bezahlen? Natürlich die Autofahrer. Fliegen ist offenbar ein Grundrecht. Peter Blees, Wietzendorf Mäntelchen der Solidarität Leserbrief zu Corona-Demonstrationen Ganz ehrlich: Ich finde es unsinnig, wie es teilweise geschieht, für Einschränkungen zu demonstrieren. Diese werden doch bereits zu genüge angewendet. Wer sich daran beteiligt, tut dies nach meiner Ansicht nur mit dem Erfolg, die Demonstrationen für Freiheiten in das schlechte Licht zu rücken. Andererseits könnte man durchaus feststellen, dass die eine wie auch andere Seite von der Politik Unterstützung findet. In der Hinsicht finde ich es noch armseliger, mit dem Mäntelchen der Solidarität für Einschränkungen zu demonstrieren. Dankbarkeit den Pflegekräften und Medizinern gegenüber kann ich anders zeigen als über Einschränkungen. So sollen sich doch Geimpfte einfach freuen über ihr eigenes Engagement und es sein lassen, über Nicht-Geimpfte herzuziehen. Wären jetzt alle Menschen geimpft, könnte das Virus möglicherweise dennoch weiter existieren. Man kann eigentlich nicht im voraus ahnen, ob eine komplette Durchimpfung tatsächlich dauerhafte Entlastungen der medizinischen Berufe bringen würde. Ähnlich wie bei Resistenzbildungen könnte wieder etwas anderes hinterherkommen, wenn es keine Ungeimpften mehr gibt. Vielleicht liegt das ganze Problem in einer weltweiten Überbevölkerung. Sehen wir das nicht in allen Auswirkungen der Natur? Florian Gebhard, Soltau Alle Fakten müssen auf den Tisch
- 6 Leserbrief Wilhelm Jung
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