Verwechslung
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Verwechslung in der Böhme-Zeitung.
Artikel
- Ein „O“ im Pass verhindert den Besuch beim Enkel
- „Freund“ mit Improvisationstalent
- Frischer Wind und Lebensfreude
- „Sie haben den Falschen“
- Kreistagsmitglied Winkelmann fordert Leitkultur BZ vom 4. Oktober „Schlabberlook“ und ungeputzte Schuhe im Parlament entsprechen nicht den Anforderungen an eine „Leitkultur“. Aha. Nun sind wir schlauer. Oder etwa nicht? Aus welchen Bildern und Vorstellungen soll eine „Leitkultur“ sich entwickeln? Oder anders gefragt: Welche Bilder und Vorstellungen soll sie hervorbringen? Schlips und Kragen statt „Schlabberlook“, Kopftuch, Djellaba? Nur noch Goethe ohne Shakespeare oder Rumi? Christliche Glaubensvorstellungen statt islamischer, buddhistischer, jüdischer etc.? Kunst aus Europa ja, aber nicht aus anderen Teilen der Welt? Essen mit Messer und Gabel, aber nicht mit Stäbchen? Wer sich darauf festlegen möchte, darf das im Privaten gerne tun. Unser Grundgesetz garantiert diese Freiheit allen. Als Kitt für den gesellschaftlichen Zusammenhalt taugen solche Festlegungen nicht. Eine Kultur, die sich statt aus den eigenen inneren Werten aus der Abgrenzung gegenüber dem Anderen, vielleicht Fremden definiert, ist kulturlos. Noch weniger verstehe ich, welchen Gewinn die Definition einer „Leitkultur“ bringen soll. Gesellschaftlicher Zusammenhalt und ein Konsens über die grundlegenden Werte, die unser Grundgesetz festlegt, werden nicht durch Verordnung einer „Leitkultur“ hergestellt und aufrechterhalten. Dafür braucht es in einer demokratisch verfassten, pluralistischen Gesellschaft den vielstimmigen Dialog darüber, wie diese Grundwerte in konkretes politisches Handeln umgesetzt werden können. Debatten wie die über „Leitkultur(en)“ überlagern leider nicht nur im Wahlkampf die drängenden Fragen, die es durch politisches Handeln zu lösen gilt. Kinderarmut, Altersarmut, fehlende Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit, das Auseinanderdriften von Arm und Reich, die Bewältigung der verheerenden Folgen des Klimawandels vor allem für die Armen dieser Welt, die schonungslose Ausbeutung und Vermarktung der Ressourcen, die zunehmende Vermüllung und Verschmutzung von Wasser, Luft und Erdreich – das sind die Themen, zu denen es einen Plan und einen Konsens braucht. Die damit einhergehenden Konflikte und Probleme werden nicht durch die „richtige“ Kultur aus der Welt zu schaffen sein. Immer mehr Menschen fühlen sich von der Politik abgehängt und nicht wahrgenommen. Die wirtschaftliche Stabilität und das Wachstum eines der reichsten Länder der Erde haben mit der Lebenswirklichkeit dieser Leute nichts zu tun. Die Institutionen ziehen sich aus den Teilen des Landes zurück, die mit sinkenden Bevölkerungszahlen kämpfen. Die Infrastrukturen für ein gutes Leben lösen sich dort mehr und mehr auf. Menschen, die sich abgehängt fühlen und/oder es tatsächlich sind, weil sie in ernstzunehmenden politischen Debatten und im politischen Handeln nicht vorkommen, werden empfänglich für radikalisierende Ideologien jeder Färbung. Die Diskussion über „Leitkultur“ kaschiert nur notdürftig die mutlose Unentschlossenheit einer Politik, die auf Wahlprognosen und Klientelinteressen schaut, statt um nachhaltige Problemlösungen zu ringen. Wer in der Mitte der Gesellschaft eine „Leitkultur“ verankern will, wird die Zielgruppe, die damit angesprochen werden soll, eher dort finden, wo er sie nicht haben möchte: als Protestwähler an den äußeren Rändern des demokratischen Parteienspektrums und als Verweigernde bei der nächsten Wahl. Sabine Dwenger Tödliche Verwechslung Polizeibericht: Islandpferd erschossen BZ vom 4. Oktober Wie leichtfertig Jäger für ein vermeintliches Wildschwein den Finger krumm machen zeigt auf makabere Weise wieder einmal der Todesschütze, der in dem Islandpferd ein Wildschwein zu erkennen glaubte. Da fragt man sich doch, sind solche Typen besoffen oder blind? Auf diese Weise sind schon viele Haustiere und auch Menschen schießgeilen Jägern zum Opfer gefallen. Eine Bewegung, ein dunkler Schatten im Gestrüpp, schon glaubt der Jäger seinen Riesenkeiler vor der Flinte zu haben. Hier zeigt sich, dass sie nicht verantwortungsvoll „ansprechen“ können, was sie in einer kleinen Bewegung zu sehen glauben. Durch solche leichtfertigen Schüsse sterben in Deutschland Jahr für Jahr 30 bis 40 Menschen durch Jägerschusswaffen. Solchen Menschen muss sofort der Jagdschein auf Lebenszeit entzogen werden mit entsprechend hoher Geldstrafe. Wilhelm Pröhl, Wietzendorf Schon wieder sparen Mitarbeiter sollen 500 000 € einsparen... BZ vom 4. Oktober Als ich den Inhalt dieses Artikels zur Kenntnis genommen hatte, konnte ich nur den Kopf schütteln - nun sollen also wieder die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mal eben diese enorme Menge Geld einsparen (und das natürlich freiwillig). Bereits 2015 hatten diese schon mal eben 200 000 € freiwillig eingespart und es hat nichts geholfen. Und dann lese ich auf der gleichen Seite, dass ein gewisser Herr von Dannwitz (CDU) zum Thema Gesundheitspolitik einlädt, der gleiche, der im Aufsichtsrat eben dieses kranken Krankenhauses verantwortlich war und uns jetzt wieder von Wahlplakaten angrinst. Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich Ko... könnte. Detlef Rothe, Munster Baumfällaktion
- Hauptsache Niedersachsen
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