Familienessen
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Familienessen in der Böhme-Zeitung.
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- Kartoffelpuffer als Vor- und als Hauptspeise „Frisch gekocht“ mit Elisabeth Klein (Soltau) Von Matthias Kabel Soltau. Elisabeth Klein aus Soltau zeigt die vielfältigen Genussmöglichkeiten eines traditionellen norddeutschen Gerichts: Sie zaubert zweierlei Kartoffelpuffer auf den Teller des hoffentlich hungrigen Essers. Das Rezept dafür hat sie von ihrer Mutter übernommen. Vor dem Genuss steht die Arbeit: Die besteht zunächst mal aus dem Reiben von sechs großen, festkochenden Kartoffeln und einer halben Gemüsezwiebel. Diese Masse wird von Hand ausgedrückt, um die enthaltene Flüssigkeit herauszubekommen. Danach kommen ein bis zwei Eier, etwas Salz und Pfeffer aus der Pfeffermühle sowie nach Gefühl Paniermehl zum Binden hinzu. Das Ganze wird sorgfältig verrührt, von Hand zu Puffern geformt und in einer Pfanne mit erhitztem Sonnenblumenöl gebraten. Wenn der Rand braun geworden ist, dreht Elisabeth Klein die Puffer um und brät sie von der anderen Seite fertig. Damit das überschüssige Öl nicht mitgegessen wird, kommen die Puffer auf Küchenpapier und werden auch von der Oberseite damit abgetupft. Für die erste Variation werden die heißen Kartoffelpuffer mit Crème fraîche bestrichen, darauf kommen je eine Scheibe Räucherlachs, Dill, Petersilie und Schnittlauch. Fertig ist die Vorspeise. Der zweite Gang besteht wieder aus Kartoffelpuffern, diesmal klassisch mit Apfelmus serviert. Das hat Elisabeth Klein schon vorbereitet – aus fünf Äpfeln, die sie geschält, kleingerieben, mit Vanillezucker abgeschmeckt und kurz gekocht hat. „Das Apfelmus mache ich lieber selbst, als es fertig zu kaufen“, sagt die Soltauerin, die mit viel Spaß, Begeisterung und Kreativität kocht und backt. „Es muss nicht immer Fleisch sein“, erklärt sie ihr leckeres Gericht, das bei ihrer Familie immer gut ankommt. Wenn die drei Töchter und die Enkelkinder alle zum Essen kommen, dann wird das Kartoffelpufferessen zum Gemeinschaftserlebnis. Im Sommer kommt die große Elektropfanne zum Einsatz, gebraten und gegessen wird dann gemeinsam auf der Terrasse. Und auch das Reiben der Kartoffeln wird in Teamwork erledigt. Wenn alle gleichzeitig essen sollen, können die Kartoffelpuffer auch im vorgeheizten Backofen warmgehalten werden. Und wenn mal etwas Kartoffelteig übrig sein sollte, kann man ihn einfrieren und hat bei nächster Gelegenheit die Grundlage für ein köstliches und sättigendes Mahl schon vorbereitet. Rote Grütze als Dessert „Es ist kein aufwendiges Essen, aber die Familie mag es gern.“ Das gilt auch für das Dessert, die selbstgekochte Rote Grütze. Sie bereitet Elisabeth Klein aus Früchten, in diesem Fall selbst gepflückten Blaubeeren, Himbeeren, Erdbeeren und Kirschen zu – je nach Verfügbarkeit nimmt sie frische, eingefrorene Früchte oder solche aus dem Glas. Die Früchte – je Sorte einen Becher oder eine Tasse voll – werden zusammen mit Vanillezucker aufgekocht und verlieren dabei Saft. Dieser wird abgegossen und mit einem halben Becher Sagoperlen zehn Minuten geköchelt. Dann die Früchte wieder dazugeben und das Ganze weitere zehn Minuten lang heiß ziehen lassen, bis die Sagoperlen glasig sind. Die fertige Rote Grütze kommt in Gläser, bis diese etwa zur Hälfte gefüllt sind. Darauf gibt Elisabeth Klein eine Mischung aus Quark, Crème fraîche und geschlagener Sahne, garniert wird die Nachspeise mit einer Himbeere je Glas und ein paar Blaubeeren. Elisabeth Klein isst gern „alles, was mit Kartoffeln zu tun hat“. Sie verwendet am liebsten frische Zutaten und meidet Fertigprodukte: „Das schmeckt doch ganz anders.“ Rehbraten, Schweinefilet mit warmer Ananas und Gemüsesoße und Sauerkraut mit verschiedenem Fleisch und Zwiebeln nach einem polnischen Rezept gehören außer den Kartoffelpuffern auch zu ihren Spezialitäten. Die gelernte Friseurin, die bis zur Rente 25 Jahre lang in einem Altenheim in der Hauswirtschaft gearbeitet hat, ist nicht nur in der Küche kreativ: Zu ihren Hobbys gehören Malen und Musizieren mit dem Keyboard, Gartenarbeit und natürlich die Enkelkinder. Wenn Sie bei der neuen BZ-Serie auch mit dabei sein möchten, schreiben Sie eine Postkarte an: Böhme-Zeitung, Redaktion, Stichwort „Köstlich gekocht“, Harburger Straße 63, 29614 Soltau. Oder Sie melden sich per E-Mail an diese Adresse: redaktion@boehme-zeitung.de, Betreff: „Köstlich gekocht“. Bitte vergessen Sie nicht, Ihre Telefonnummer dazuzuschreiben. Ein BZ-Reporter wird Ihnen dann beim Kochen über die Schulter und in den Kochtopf schauen und Ihr Lieblingsrezept den Lesern vorstellen.748159 Einkaufszettel
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