Geheimnishüter unter Verdacht

Der ehemalige BND-Chef August Hanning sitzt in Untersuchungshaft – ihm wird geheimdienstliche Agententätigkeit und versuchter Landesverrat vorgeworfen.

Im August 2018 warnte der frühere Chef des Bundesnachrichtendienstes (BND) vor dem Austausch von Geheimnissen mit unzuverlässigen Partnerdiensten. „Bei einem Dienst, der seine sensiblen Geheimnisse und die Informationen und Quellen von Partnerdiensten nicht schützen kann, ist Vorsicht geboten“, sagte August Hanning damals der „Bild“-Zeitung mit Blick auf eine Affäre beim österreichischen Verfassungsschutz. „Die Geheimhaltung muss gewahrt bleiben. “ Sollten sich die Vorwürfe gegen Hanning bewahrheiten, hätte ausgerechnet der frühere BND-Chef gegen einen Grundsatz verstoßen, den er selbst so nachdrücklich verteidigte.

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