Spionageskandal auf höchster Ebene

Der frühere BND-Präsident August Hanning wurde am Dienstag wegen des Verdachts des Landesverrats und geheimdienstlicher Agententätigkeit festgenommen.

Wenn aus Geheimdiensten Geheimes verraten wird, ist das der Gau – der größte anzunehmende Unfall. Wenn im Mittelpunkt einer Verratsaffäre ausgerechnet der frühere Präsident eines Geheimdiensts und ein langjähriger Mitarbeiter der Leitungsebene stehen, muss man es wohl als Super-Gau bezeichnen. Ein solcher hat den Bundesnachrichtendienst (BND) ereilt: Am frühen Dienstagmorgen nahmen Beamte des Bundeskriminalamts den früheren BND-Chef August Hanning in seinem Haus im nordrhein-westfälischen Nordwalde fest. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm landesverräterische Ausspähung, das Auskundschaften von Staatsgeheimnissen, versuchten Landesverrat und geheimdienstliche Agententätigkeit vor.

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