Brasilien erwartet Politikwechsel
Bei der ersten Runde der brasilianischen Praesidentschaftswahl gewann entgegen allen Prognosen der rechtskonservative Herausforderer Flavio Bolsonaro mit 47,03 Prozent vor Amtsinhaber Lula da Silva mit 45,16 Prozent.
Rio de Janeiro. Viel Zeit bleibt Luiz Inácio Lula da Silva nicht mehr, um das Ruder doch noch einmal herumzureißen. In knapp drei Wochen entscheiden die Brasilianer, ob eine der schillerndsten politischen Karrieren in Lateinamerika zu Ende geht oder ob der 80-jährige Amtsinhaber noch einmal eine fulminante Aufholjagd hinlegen kann. Anders als alle großen Meinungsforschungsinstitute des Lands es vorhergesagt haben, gewann eben nicht der Linkspolitiker (45,16 Prozent) den ersten Durchgang der Präsidentschaftswahlen in Brasilien, sondern sein rechtskonservativer Herausforderer Flávio Bolsonaro mit 47,03 Prozent der Stimmen.