Oldtimer sind industrielle Kulturgüter

Dr. Eckhardt Schmidt aus Neuenkirchen widerspricht in einem Leserbrief der Kritik an Oldtimern als bloße Dreckschleudern und betont deren industrie-geschichtliche Bedeutung.

Populistische Argumentationen bedienen sich häufig der starken Vereinfachung, des Weglassens komplexer Sachverhalte und der Präsentation einfacher Lösungen. In seinem Leserbrief zum BZ-Bericht über das Oldtimertreffen in Schneverdingen zeigt Herr Peters offensichtlich kein Verständnis für die industrie-geschichtliche Bedeutung historischer Fahrzeuge. Obwohl man durchaus über die Nachhaltigkeit dieser Oldtimer diskutieren könnte, simplifiziert Herr Peters diese (nur sehr selten bewegten) „rollenden“ industriellen Kulturgüter als „Dreckschleudern“. Folgt man seiner Argumentation, so müsste er konsequenterweise jegliches Verfeuern von Holz (auch kleinste Mengen im heimischen Kachelofen) ebenso verdammen, denn dabei werden Kohlenstoffdioxid und völlig ungefiltert Feinstaub emittiert.

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