„Mehr als ein Wahlergebnis“

Die AfD wurde bei der Kommunalwahl in Munster stärkste Kraft im Stadtrat – SPD-Chef Lars Klingbeil warnt vor einer Spaltung der Stadtgesellschaft.

Dass die AfD bei den Kommunalwahlen am vergangenen Sonntag innerhalb des Heidekreises ausgerechnet in Munster ihren größten Erfolg verbuchen konnte und bei der Wahl zum Stadtrat stärkste Partei wurde, wird über die Region hinaus registriert. Das hat mit zwei Aspekten zu tun, die dafür sorgen, dass die Kleinstadt in der öffentlichen Wahrnehmung größere Beachtung erfährt als die meisten anderen niedersächsischen Kommunen gleicher Größenordnung: Munster ist „die Hauptstadt des deutschen Heeres“ und die Heimat von Lars Klingbeil, eines der bekanntesten politischen Gesichter der Republik. Beides verleiht dem Triumph einer Rechtsaußenpartei, an deren Verfassungstreue große Zweifel bestehen, ausgerechnet an diesem Ort eine besonders alarmierende Symbolik. Darauf hat in einer ersten Reaktion auf das Wahlergebnis bereits die aus Bispingen stammende Bundestagsabgeordnete und CDU-Kreisvorsitzende Vivian Tauschwitz hingewiesen, die vor ihrem Wechsel in die Berufspolitik in der Bundeswehr Dienst im Rang eines Hauptmanns leistete.

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