CSD in aufgewühlten lokalpolitischen Zeiten
Walsrode richtet am 19. September zum dritten Mal einen Christopher-Street-Day aus – eine Woche nach der Kommunalwahl, bei der die AfD im Heidekreis stark zulegte.
Knapp eine Woche nach einem Wahlsonntag, der die kommunalpolitische Landkarte des Heidekreises bläulich eingefärbt hat, wird an diesem Sonnabend in Walsrode der dritte Christopher-Street-Day (CSD) gefeiert. Er bietet nicht zuletzt die erste Gelegenheit zum Protest gegen das Erstarken der AfD in den Kommunen und im Kreistag, zur Warnung vor einem gesellschaftlichen Backlash und einer neuen Stadt-Land-Spaltung. „Toleranz und Akzeptanz – nie wieder still“, lautet das offizielle Walsroder CSD-Motto. In ihm drückt sich die Sorge vor dem Verlust mühsam erkämpfter queerer Sichtbarkeit aus – und die Entschiedenheit, das nicht hinnehmen zu wollen.