Wenn Zahlen mehr versprechen

Ein Kommentar beleuchtet die Grenzen und Schwaechen der Pisa-Studie als Instrument fuer internationale Bildungsvergleiche.

Wer mit Lehrerinnen und Schulpraktikern spricht, hört von Stundenausfall, Stellenknappheit, Geldnot, von maroden Gebäuden und überbordender Bürokratie – und vor allem von einem gefühlt exponentiellen Wachstum des Anteils der Schüler mit geringen Deutschkenntnissen. Wer mit Pisa-Forschern spricht hört von OECD-Mittelwerten, von Leistungseinbrüchen, von Kompetenzstufen und Perzentilwerten und vielleicht auch von wachsenden Risikogruppen. Wir verzeichnen einen durchschnittlichen Migrationsanteil in der Schülerschaft von gut 40 Prozent, und in manchen Brennpunktschulen kommen wir auf Werte von 80, 90 oder gar 100 Prozent. Dass Deutschland hier Spitzenwerte im internationalen Vergleich erreicht, ist kein Geheimnis.

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