100 falsche Zeugnisse: Ministerium kannte ähnliche Fälle bereits
Das niedersaechsische Kultusministerium kannte bereits 2016 vergleichbare Fehler bei der Zeugnisvergabe wie jetzt in Vechta, veranlasste damals aber keine landesweite Kontrolle.
Als bekannt wurde, dass an der Geschwister-Scholl-Oberschule in Vechta mehr als 100 Schülerinnen und Schüler über Jahre hinweg zu niedrige oder gar keine Schulabschlüsse erhielten, sprach Niedersachsens Kultusministerin Julia Willie Hamburg (Grüne) von einem schwerwiegenden Vorgang. Nun zeigt sich: Das Kultusministerium wusste schon vor zehn Jahren von vergleichbaren Fehlern bei der Anwendung der Abschlussregeln. Eine landesweite Prüfung aller Zeugnisse gab es damals jedoch nicht. An der Integrierten Gesamtschule Rodenberg im Landkreis Schaumburg wurden dem Ministerium zufolge 2016 zwei Fälle aus dem Abschlussjahrgang 2015 bekannt, in denen Abschlüsse fehlerhaft festgestellt worden waren.