Pflegeversicherung ist nicht gerettet
Die geplanten Reformen der Pflegeversicherung reichen laut AOK nicht aus, um das jaehrliche Defizit von ueber 15 Milliarden Euro zu decken.
Nur 2 Milliarden Euro anstatt der erhofften 4 Milliarden: Die von der schwarz-roten Koalition geplanten Sparmaßnahmen in der Pflegeversicherung reichen nach neuen Berechnungen der Krankenkasse AOK nicht aus, um die erwarteten Milliardenlöcher zu stopfen. Nach einer Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK bringt die geplante Umstellung der Pflegebegutachtung nur Einsparungen von jährlich 2 Milliarden statt der vom Gesundheitsministerium angenommenen 4 Milliarden Euro. Das Geld fehlt demnach, um das Defizit von über 15 Milliarden Euro im Jahr vollständig zu decken. „Die bisher geplanten Konsolidierungsmaßnahmen reichen hinten und vorne nicht“, sagte die Vorsitzende des AOK-Bundesverbands, Carola Reimann.