„Eine Situation, die sehr häufig vorkommt“
Nach rassistischen Parolen beim Walsroder Stadtfest beleuchtet ein Bericht, wie Veranstalter im Heidekreis mit rechtsextremen Provokationen auf oeffentlichen Festen umgehen sollen.
Wie umgehen mit ausländerfeindlichen, antisemitischen, frauenfeindlichen oder homophoben Provokationen im öffentlichen Raum? Diese Frage stellt sich umso drängender, je stärker rechtspopulistische und -extreme Parteien und Positionen Resonanz bis in die Mitte der Gesellschaft hinein finden. Ihre Normalisierung, die mit der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am Sonntag kommender Woche noch einmal ein neues Niveau erreichen könnte, führt auch zu einer Neuvermessung der Scham. Wer als junger Mensch in den sozialen Medien täglich mit Grenzverletzungen konfrontiert ist und kein Parteiensystem mehr ohne eine starke AfD kennengelernt hat, empfindet es im schlimmsten Fall als normal und akzeptiert, sich abwertend über Minderheiten zu äußern und entsprechende Parolen zu grölen.