Rom und Berlin streiten über Bootsflüchtlinge
Der Streit zwischen Deutschland und Italien über Bootsflüchtlinge und NGO-Rettungsschiffe im Mittelmeer verschärft sich weiter.
Der Streit zwischen Deutschland und Italien über den Umgang mit Bootsflüchtlingen aus dem Mittelmeer verschärft sich. Der italienische Vize-Regierungschef Matteo Salvini verkündete am Wochenende, sein Land werde aus Deutschland keinen einzigen „illegalen Einwanderer“ zurücknehmen, solange deutsche Hilfsorganisationen im Mittelmeer unterwegs seien. Die Bundesregierung verweist hingegen auf bestehende EU-Regelungen – auch auf den neuen Asyl- und Migrationspakt, der seit diesem Sommer gilt. Italiens rechte Dreier-Koalition von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni begründet ihre ablehnende Haltung damit, dass deutsche Nichtregierungsorganisationen (NGO) auf ihren Schiffen seit Jahren immer wieder Flüchtlinge an Bord nehmen, die auf dem Mittelmeer in Not sind oder geraten könnten, um sie dann in italienische Häfen zu bringen.