Biberinformation an der Bootsstation
Nachdem der Biber in der Mitte des 20. Jahrhunderts in weiten Teilen seines ursprünglichen Verbreitungsgebietes nahezu ausgerottet war, erobert sich der scheue Nager langsam aber stetig seine ehemaligen europäischen Lebensräume zurück. Auch wenn das Gros der rund 500 niedersächsischen Biber an der Leine, im Emsland, in der Elbregion um Lüneburg und im Großraum Gifhorn lebt, hat der fleißige Baumeister inzwischen auch den Weg in den Heidekreis gefunden. Meist sind es Nagespuren an Ästen und Stämmen entlang der Ufer von Aller, Böhme, Meiße und Wölpe, die auf die Anwesenheit der dämmerungs- und nachtaktiven Säugetiere hinweisen, die als „Schlüsselart“ der Auenlandschaft bevorzugt in feuchten Wäldern mit langsam fließendem oder stehendem Gewässer lebt, jedoch durchaus auch mit stark veränderten Kulturlandschaften zurechtkommt.