Am Anfang steht eine falsche Prognose
Der vergangenes Jahr verstorbene Ex-Bundespräsident Horst Köhler hatte die Einstellung der deutschen Gesellschaft zu ihrer Bundeswehr einst als „freundliches Desinteresse“ umschrieben. Gut 20 Jahre und einen Krieg mitten in Europa später kann davon keine Rede mehr sein. Das Interesse an der Bundeswehr ist inzwischen bisweilen so groß, dass sie selbst davon buchstäblich überwältigt wird – jedenfalls am größten deutschen Heeresstandort in Munster. Dort gelang es der Truppe am Tag der Bundeswehr nur ungenügend, die enormen Besucherströme so zu leiten und zu steuern, dass Chaos und unzumutbare Wartezeiten vermieden werden.