„Kein Kind der Liebe“
Die ZDF-Reportagereihe „37°“ widmet sich am kommenden Dienstag einem der gesellschaftlich schwierigsten und zugleich am wenigsten sichtbaren Themen: Menschen, die aus Vergewaltigungen geboren wurden und ihr Leben zwischen Herkunft, Trauma und Identität bewältigen müssen. Unter dem Titel „Kein Kind der Liebe“ hat die Soltauer Autorin und Regisseurin Antje Diller-Wolff über anderthalb Jahre hinweg recherchiert. Im Zentrum ihrer Arbeit stehen Gespräche mit Betroffenen, Expertinnen und Experten sowie mehr als 250 Kontaktaufnahmen zu Beratungsstellen, Verbänden und Initiativen. Die Dokumentation beleuchtet ein Thema, das in Deutschland kaum statistisch erfasst ist und dennoch eine hohe gesellschaftliche Relevanz besitzt: sexuelle Gewalt im familiären Umfeld und ihre langfristigen Folgen – insbesondere dann, wenn Kinder aus diesen Taten hervorgehen.