Krieg war nie reine Männersache
Die Umbenennung der einstigen Hindenburgkaserne in Munster im vergangenen Jahr symbolisiert nicht nur die Lossagung vom Generalfeldmarschall und Reichspräsidenten Paul von Hindenburg, dem eine historische Mitverantwortung für die Machtübernahme der Nationalsozialisten im Januar 1933 und das Scheitern der ersten deutschen Demokratie angelastet wird. Mit ihrem neuen Namen Unteroffizier-Friederike-Krüger-Kaserne hat der Heeresstandort Munster zugleich ein Zeichen gesetzt für die Anerkennung militärischer Verdienste von Frauen. Die aus heutiger Perspektive fast grotesk anmutende Lebensgeschichte der als Mann verkleideten Soldatin der Befreiungskriege Friederike Krüger (1789 – 1848) verleitet dabei schnell dazu, ihren Fall als Kuriosum anzusehen, eine fast schon drollige Geschichte. Dabei war das Kriegshandwerk noch nie eine rein männliche Angelegenheit, wie ein neues Buch der deutsch-amerikanischen Militärhistorikerin und Geschlechterforscherin Karen Hagemann anhand zahlreicher Beispiele eindrucksvoll belegt.
Orte
Organisationen
Themen
- 19. Jahrhundert
- Befreiungskriege
- Ehrungen
- Erinnerungskultur
- Frauen im Krieg
- Frauen im Militär
- Frauenrechte
- Geschlechterforschung
- Geschlechtergeschichte
- Geschlechterrolle
- Gesellschaft
- Heirat
- Kriegsgeschichte
- Militärdienst
- Militärgeschichte
- Napoleonische Kriege
- Preußische Armee
- Soldatin
- Soldatinnen
- Sozialgeschichte
- Sprachgebrauch