Ostpreußische Geschichte im Kino: Erinnern heißt auch Hinterfragen
Der Dokumentarfilm „Ostpreußen – entschwundene Welt“ sorgte im Kino Lichtspiel Schneverdingen für außergewöhnlich großen Andrang. Der Saal mit seinen 53 Sitzplätzen war komplett gefüllt, mehrere spontane Besucher mussten wieder umkehren. Schon zu Beginn fragte Regisseur Hermann Pölking das Publikum, wer biografische Bezüge zu Ostpreußen habe – rund die Hälfte der Anwesenden meldete sich, etwas weniger als der Filmemacher in Vorfeld erwartet hatte. Der Film beginnt mit Tonaufnahmen des inzwischen so gut wie ausgestorbenen ostpreußischen Dialekts, darauf folgen Szenen aus dem Jahr 1944 und von der Flucht der Bevölkerung vor der heranrückenden Roten Armee.