Erdöl-Saga als Besuchermagnet?
Bücher und Filme spielten im Fremdenverkehr in der Lüneburger Heide immer eine Rolle, beginnend mit den Werken des Naturromantikers und „Heidedichters“ Hermann Löns (1866 – 1914), der mit seinen Texten und Liedern ein frühes Bewusstsein für die Schönheit und Schutzbedürftigkeit der besonderen Kulturlandschaft schuf. Jahrzehnte nach seinem Tod inspirierten auch seine Texte jene populären Kinofilme der Nachkriegszeit, die das Image der Lüneburger Heide lange prägten, darunter der Heimatfilm-Klassiker „Grün ist die Heide“ von 1951. Sie machten den Heide-Tourismus in der Bundesrepublik massentauglich. Der neue ARD-Sechsteiler „Schwarzes Gold“ wiederum spielt zwar zur Lebenszeit von Löns um 1900 und thematisiert den historischen Ölboom dieser Jahre, spricht durch seine moderne Machart als „German Western“ nach dem Vorbild der US-Serie „Yellowstone“ aber vor allem ein jüngeres Publikum an.