Die eigenen Wurzeln kennen
Der aus der Zeit gefallene Familienschmuck, den keiner mehr trägt, die Zigarrenschachteln mit den Bildern aus den Pionierjahren der Fotografie im gelblich-braunen Sepia, die mündlich weitergetragenen Erzählungen von Tragödien, Glücksmomenten und allerlei kurioser Begebenheiten: In vielen Familien schlummert ein Wissen um die eigene Herkunft, den eigenen Stammbaum. Doch je weiter man in den Generationen zurückgeht, desto verschwommener wird das Bild, desto mehr vermischen sich Fakten, blumige Ausschmückungen und durch den Wandel der Zeiten verursachte kulturelle Missverständnisse. Die eigenen Vorfahren übten vielleicht Berufe aus, die längst nicht mehr existieren, orientierten sich an Werten und Überzeugungen, die heute kaum noch nachvollziehbar sind. Wer den eigenen Stammbaum mit seinen vielen Verästelungen aufzeichnet, legt ein Fundament frei, das fremd wirken kann.