Früher nur Gast, heute seßhaft

Am Rand des feuchten Hochmoores am Rande der Heideblütenstadt Schneverdingen, wo die offene Magerrasenfläche erst in Gebüsch und dann ins Feuchtgebiet des Pietzmoors übergeht und die Stille nur vom Rauschen der Autos auf der nahen Landesstraße nach Heber durchbrochen wird, sitzt ein Vogel auf einem toten, schlanken Gehölzast. Sein Blick schweift über das nahe Umfeld, als wolle er von hier aus sein Revier markieren. Der kleine Singvogel ist kaum größer als ein Rotkehlchen, doch sein Gefieder verrät ihn schon aus der Distanz: der schlanke Körper, hoch auf langen dünnen Beinen und vor allem die leuchtend blaue Brust- und Kehlenpartie des Männchens – ein Merkmal, das ihm den Namen Blaukehlchen (Luscinia svecica) eingebracht hat. Die Oberseite des Vogels zeigt ein dunkelgraubraunes Gefieder, der Rücken ist etwas wärmer getönt; ein heller Überaugenstreif durchzieht den Kopf als feines, aber typisches Feldzeichen.

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