Kinderheilkunde bietet geringen Verdienst
Zum ersten mag der kinderärztliche Versorgungsgrad im Heidekreis bei 133,7 Prozent liegen, aber die vielen Subspezialisierungen (Kinderkardiologie, Kinderneurologie, Kinderpneumologie etc. ) führen dazu, dass trotz der auf dem Papier gut erscheinenden Versorgungslage viele Eltern lange und oft vergeblich nach einem Kinderarzt suchen, der bereit ist, die Basisversorgung wie U-Untersuchungen, Impfungen und die Behandlung von Alltagserkrankungen zu übernehmen, statt ausschließlich auf seinem offenbar lukrativeren Spezialgebiet zu arbeiten. Von solchen Kinderärzten gibt es im Heidekreis nämlich nach wie vor zu wenig. Die verzweifelten Eltern wenden sich dann häufig an den pädiatrisch auch nicht unbedingt erfahrenen und noch weniger formal weitergebildeten Hausarzt oder belagern die entsprechenden Krankenhausambulanzen, die dafür auch nicht da sind.