Alte Ausgaben 15. August 2025
Ueber das Unglück, das über das Städtchen Kirn an der Nahe hereingebrochen, berichten Privatnachrichten und Augenzeugen, daß die sich seit mehr als 24 Stunden langsam bildenden Wetter am Mittwoch gegen Mitternacht im oberen Nahethale entluden. In Kirn lag Alles im tiefsten Schlafe, als gegen 12 Uhr in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag die Wassermassen von den steilen Abhängen schossen. Der Hahnenbach schwoll fast augenblicklich an und die neuerbaute Steinbrücke wurde von der Fluth fortgerissen. Höher gelegene Gehöfte, selbst die an die hochgelegene Steinbrücke angebauten Wohnhäuser, standen sofort bis an halbe Stockhöhe unter Wasser.