Druckwelle 169

Die Landtagswahlkreise in Niedersachsen müssen neu zugeschnitten werden, weil der Staatsgerichtshof in Bückeburg zu große Abweichungen von der durchschnittlichen Wählerzahl moniert hat. Maximal 15 Prozent Abweichung sind künftig erlaubt, was erhebliche Änderungen vor allem im Heidekreis bedeutet: Munster und Kirchlinteln sollen zum Wahlkreis Walsrode hinzukommen, während Soltau diesen Verlust durch Teile des Landkreises Harburg ausgleicht und einen neuen Namen erhalten könnte. Landeswahlleiter Markus Steinmetz will damit die Wahlgleichheit stärken – zugleich warnen Abgeordnete wie Sebastian Zinke (SPD) davor, ländliche Gebiete nicht zu vernachlässigen. Der Landtag muss die Reform bis Jahresende beschließen, damit frühzeitig eine ordnungsgemäße Kandidatenaufstellung für die Wahl 2027 erfolgen kann.

Orte

Organisationen

Themen