Corona-Betrug: Objekt in Munster durchsucht
Wie erst jetzt bekannt wurde, durchsuchten Beamte aus dem Fachbereich Finanzermittlungen und Wirtschaftskriminalität des Landeskriminalamts (LKA) mit Unterstützung weiterer Polizeidienststellen bereits Ende vergangener Woche insgesamt zwölf Objekte in den Bundesländern Niedersachsen, Hamburg und Sachsen-Anhalt, darunter auch eines in Munster. Hintergrund ist ein Ermittlungsverfahren gegen sechs Beschuldigte im Alter von 40 bis 64 Jahren wegen des Verdachts des Subventionsbetrugs mit Coronakrediten der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sowie der Insolvenzverschleppung. Die Hauptbeschuldigten, ein 40-jähriger Mann und eine 56-jährige Frau, stehen in Verdacht, sich gemeinsam mit weiteren Personen in den Jahren 2020 und 2021 durch Falschangaben sogenannte KfW-Schnellkredite zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie erschlichen zu haben, wobei es in drei Fällen beim Versuch geblieben sei, weil die Anträge abgelehnt wurden. Die ausgezahlte Darlehenssumme, insgesamt rund 3,5 Millionen Euro, soll für fünf Unternehmen der Speditionsbranche beantragt und zweckentfremdet verwendet worden sein.