„Schwalben bringen Glück“
Sie gelten als Botschafter des Sommers, Glücksbringer und Wetterpropheten und leben seit Jahrhunderten in unserer unmittelbaren Nachbarschaft: Rauchschwalben, die in rasanten Flugmanövern durch offene Stall- und Scheunentüren flitzen, und Mehlschwalben, die knapp über der Wasseroberfläche Insekten jagen oder zwitschernd auf Telefondrähten und Antennen sitzen. Doch seit Jahren verschwinden die eleganten Flugkünstler aufgrund von Nahrungsknappheit und Wohnungsnot mehr und mehr aus den Ortsbildern unserer Dörfer und Städte. Die Intensivierung der Landwirtschaft mit ihren hohen Pestizideinsätzen und das damit einhergehende Insektensterben machen ihnen ebenso zu schaffen wie Abriss und Modernisierung alter Gebäude, die Versiegelung von Freiflächen durch den Bau von Verkehrswegen und die Ausdehnung von Siedlungs- und Gewerbeflächen. Auf asphaltierten Feldwegen, zugepflasterten Dorfplätzen und geschotterten Hofeinfahrten finden die Schwalben keinen Lehm zum Bau ihrer Nester.