Bei Oma ging die Uhr anders

Immer, wenn wie am kommenden Wochenende die Zeitumstellung ansteht, muss ich an meine Oma und ihre Wanduhr im Wohnzimmer denken. Im „guten Wohnzimmer“, das nur dreimal im Jahr genutzt wurde: zur Bescherung an Weihnachten, zu Opas Geburtstag im Januar und zu Omas Geburtstag im Mai, der glücklicherweise immer mit dem Schützenfest auf der gegenüberliegenden Wiese zusammenfiel. Denn die Geburtstagsgäste stockten jedes Jahr aufs Neue schön mein Taschengeld auf, das ich sofort in Autoscooter-Chips umwandelte. Dafür nahm ich gerne den Kniff in die Wange und den üblichen Spruch „Bist du aber groß geworden!

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