Immer wieder Hindenburg
Als Paul von Hindenburg 1893 als Kommandeur eines aus Oldenburg verlegten Truppenteils nach Munster kam, ahnte niemand, welche schillernde und widersprüchliche Karriere noch vor ihm liegen sollte – und wie umstritten er als Mensch, Generalfeldmarschall und Politiker auch noch neun Jahrzehnte nach seinem Tod sein wird. Hindenburg erblickte 1847 in Posen als Sproß einer hoch angesehenen Familie das Licht der Welt und durchlief eine ordentliche, aber wenig aufsehenerregende Offizierskarriere. Noch als er 1911 in Pension ging, sei er „in der Truppe und Öffentlichkeit weitgehend unbekannt“ gewesen, hält der deutsche Offizier und Militärhistoriker John Zimmermann in seinem Standardwerk „Tannenberg 1914“ fest. Erst drei Jahre nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Militärdienst begann all das, was man bis heute mit dem Namen Hindenburg verbindet.