Resonanzen schweben durch den Raum
Ein außergewöhnliches Solokonzert fand am vergangenen Sonnabend in der Eine-Welt-Kirche statt: Der renommierte Walsroder Pianist Andreas Oesterling präsentierte in seinem Programm „Good Vibrations“ nicht etwa die ihm vertrauten sieben Oktaven des Klaviers, sondern sein „Zweit“-Instrument mit „nur“ drei Oktaven, das Vibraphon. Mit Eigenkompositionen und Klassikern aus dem „Great American Songbook“, darunter Duke Ellingtons „In a sentimental Mood“ und Herbie Hancocks „Dolphin Dance“, führte der Künstler das Publikum in die besondere Klangwelt des Vibraphons ein. Die Akustik der Kirche, geprägt von glatten Holz-, Beton- und Glaswänden, verstärkte die mittleren Frequenzen des Instruments, sodass die Resonanzen fühlbar durch den Raum schwebten. Dies sorgte für ein ungewohnt intensives Hörerlebnis, das einige der Zuhörerinnen und Zuhörer überraschte, aber gleichzeitig faszinierte.