Von der Wiese zum Festival

Wenn dieser Tage auf dem Piratenplatz von vielen Helfern das Gras gemäht wird, Wasserleitungen verlegt werden und Lichterketten in die Bäume gehängt, dann wird das beschauliche Hartböhn wieder zum Freiluft-Kulturzentrum und „die Wiese zum Festival“, wie Mitinitiatorin Karin Schroeder vom Theater Metronom es ausdrückt. Dass aus einem Provisorium ein etabliertes Format werden würde, das dieses Jahr seinen fünften Geburtstag begeht, hätte sich die Theatermacherin nicht träumen lassen – damals, als während der Pandemie nach einer „coronakonformen“ Spielmöglichkeit gesucht wurde. „Freilufttheater, das wäre für mich früher nie infrage gekommen“, meint die Schauspielerin und Regisseurin, „drinnen hat man viel mehr Möglichkeiten zu zaubern, mit Licht, Requisiten…“ Ausgerechnet das vermeintliche Manko ist seit einigen Jahren einer der Erfolgsfaktoren: „Der Platz, wie ein Amphitheater umgeben von Eichen, entwickelt eine ganz eigene Magie“, schwärmt Schroeder. Dieses Ambiente schlägt sich auch in den hier entstandenen Eigenproduktionen nieder.

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