Kartoffelanbau als Motor
Drei Umstände waren prägend für die Entwicklung des Bewässerungsverbands Wietzendorf: Der regional starke Kartoffelanbau, der eine Feldberegnung außerordentlich gut entlohnt; der leichte Standort, der in den meisten Jahren unter mangelndem Niederschlag leidet; und die benachbarte, heute von der Emsland-Group betriebene Stärkefabrik, die große Ackerflächen für die Verregnung der anfallenden Wassermengen benötigte. Die Feier zum 50-jährigen Bestehen des Verbands Wietzendorf, zu der Verbandsvorsteher Christoph Wrogemann (Wietzendorf/Wroge) in der großen Scheune auf dem Hof Tewes rund 120 Mitglieder und Gäste begrüßte, wurde jetzt in Faßberg/Willighausen nachgeholt. Tatsächlich wurde die Organisation bereits 1969 aus der Taufe gehoben, als einer der ersten Beregnungsverbände im Bereich des heutigen Dachverbands Aller-Böhme mit Sitz in Walsrode. Standen zunächst betriebswirtschaftliche, organisatorische und verfahrenstechnische Fragen im Vordergrund, so haben im Laufe der Jahre ökologische Aspekte – vor allem die Frage des Gewässerschutzes – an Bedeutung gewonnen.
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