„Ein bisschen die Stimme des globalen Südens“

Die deutsche Kolonialzeit, die im Vergleich zu anderen europäischen Kolonialmächten spät begann und durch die Niederlage im Ersten Weltkrieg früh endete, ist wenig im kollektiven Gedächtnis verankert. Erst in jüngerer Zeit gerieten die ehemaligen deutschen Kolonien und die dort verübten Verbrechen stärker in die öffentliche Diskussion. Das hat vor allem mit dem Völkermord an den Herero und Nama auf dem Gebiet des heutigen Namibias zu tun, für den Deutschland erst 2021, mehr als 100 Jahre nach dem Staatsverbrechen, die historische Verantwortung übernahm. Auf lokaler Ebene wurde vor 15 Jahren auch einmal über Kolonialverbrechen im ehemaligen Deutsch-Ostafrika diskutiert.

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