Mit Volldampf durch die Geschichte
Mit den Verkehrswegen durch die Lüneburger Heide war das immer schon so eine Sache. Über Jahrhunderte galt die Heide als unwirtlich und öde, die wenigen sandigen Wege waren in einem katastrophalen Zustand, Reisenden kamen nur schwer voran. Auch als die ersten Eisenbahnen gebaut wurde, änderte sich daran zunächst wenig: Die Lüneburger Heide blieb eisenbahnmäßig vorerst eine Wüste, und der Widerstand gegen das Stahlross war groß. Doch als man sah, wie andere Städte den wirtschaftlichen Standortvorteil durch die Gleise nutzten – und sich auch Warnungen von Medizinern vor gesundheitlichen Risiken durch das rasante Eisenbahntempo von immerhin 30 Stundenkilometern als unzutreffend herausstellten – begann auch die Geschichte der Lokomotiven in der Heide und des Eisenbahnknotenpunktes Soltaus.