Wie eine ziellose Eisenbahnfahrt

Sie muten an wie Zwillinge – Wilhelm Ruhkopf und Eberhard Gros im schwarzen Habit mit schwarzen Hüten und weißen Theaterschals. Sie tragen ihre Bärte in ähnlicher Weise, auch ihre Stimmen ähneln sich. Mehr als 100 Jahre blicken sie zurück, ab den 1920er-Jahren tauchen sie ein in Erich Kästners Welt und greifen seine Lebenslinien auf. So präsentierten sie am Sonnabend im Saal der Stadtbücherei in Munster, musikalisch einfühlsam begleitet von Jochen Gros am gleichfalls über 100jährigen Steinway-Flügel, einen poetischen Lebenslauf mit Geschichten und Gedichten des Schriftstellers, Journalisten, Drehbuchautors und Kabarettdichters Erich Kästner, Sohn eines Sattlermeisters und einer Friseurin.

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