Ein Fall für das junge Fleisch
Als 1965 in Deutschland die ersten Mofas zugelassen wurden, stiegen sie schnell in die Top Ten der Wünsche von männlichen Heranwachsenden, später auch von weiblichen. Denn man durfte sie ohne Führerschein ab einem Alter von 15 Jahren fahren und war damit auch in der ÖPNV-armen ländlichen Gegend mobil. Obwohl diese Fahrräder mit Hilfsmotor laut Gesetzgeber maximal 25 Kilometer in der Stunde fahren durften, waren die Jugendlichen damals nicht die Entdecker der Entschleunigung, sondern suchten mit allerlei technischen Rafinessen, ihre Maschine schneller zu machen, als erlaubt. Auf dem Höhepunkt der Entwicklung wurden in Deutschland von 25 Herstellern weit mehr als 140 verschiedene Modelle angeboten.