Die Reise zum Mond: Film von 1902, Musik von 2023

Es waren einst die Klavierknechte, so bezeichnet sie jedenfalls Sönke Klegin, die dem Stummfilm seine Stimme gaben. Je nach Geschehen auf der Leinwand improvisierten diese Musiker ohne feste Notenvorgabe, unterstrichen das Visuelle durch das Akustische, mal dramatisch, mal romantisch gaben sie dem Abenteuer in Schwarzweiß gewissermaßen eine farbige Nuance. Dabei ging es zunächst auch darum, störende Geräusche wie das Rattern der Geräte bei den Filmvorführungen zu übertönen. Zum allerersten Mal soll das 1895 geschehen sein, als die Gebrüder Lumière in Paris kurze Filme vorstellten, die ein Pianist live untermalte.

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