Haus und Hof mit Schwalben teilen
Sie gelten als Botschafter des Sommers und gehören ebenso zum Landleben wie der sprichwörtliche Spatz auf dem Dach: Rauchschwalben, die in rasanten Flugmanövern durch offene Stall- und Scheunentüren flitzen, und Mehlschwalben, die knapp über der Wasseroberfläche Insekten jagen oder zwitschernd auf Telefondrähten und Antennen sitzen. Doch was vor einem halben Jahrhundert eine Selbstverständlichkeit war, hat heute schon beinahe Seltenheitswert und ist dem Nabu daher eine Auszeichnung Wert: Schwalbenfreundliche Menschen, die die eleganten Flugakrobaten alljährlich im April willkommen heißen, Haus und Hof für einige Monate mit ihnen teilen und die gefiederten Mitbewohner vielleicht sogar durch gezielte Maßnahmen wie das Anbringen künstlicher Nisthilfen oder das Anlegen von Lehmpfützen unterstützen. Zu dieser Sorte Menschen gehört Familie Hankemeyer, deren am Ortsrand von Hörpel gelegener Hof jüngst mit der Plakette „Schwalbenfreundliches Haus“ ausgezeichnet wurde. Vier Generationen leben, wie Doris Hankemeyer den Überbringern Ingrid Häusler und Klaus Thiele vom Nabu Heidekreis erzählt, auf dem Heidehof und kümmern sich um das Wohlergehen von 150 Milchkühen, die in einem modernen Laufstall mit Melkroboter untergebracht sind.