Vorbild Merklingen?
Was 2015 im Dialogforum Schiene Nord transparent und bürgernah begann, hat sich in eine Blackbox verwandelt. Diejenigen, die zu entscheiden haben, ob eine ICE-Neubaustrecke zwischen Hamburg und Hannover gebaut wird oder es, wie im Dialogforum mit Mehrheit beschlossen, beim Ausbau von Bestandsstrecken bleibt, verstecken sich hinter wohlklingenden Worthülsen. Die Bahn prüft ergebnisoffen „unter Berücksichtigung relevanter Schutzgüter“, der zuständige Bundesminister Volker Wissing (FDP) verspricht, dass „die berechtigen Interessen der Region und der Bürgerinnen und Bürger Berücksichtigung finden“ – und die Bundestagsfraktionen der Ampel-Parteien lassen sich vor dem Votum der Bahn auf gar nichts festlegen. Zumindest die Grünen haben die verschlossene Tür, hinter der sie ihre Position zum norddeutschen Schienenverkehr festklopfen, jetzt doch einen Spaltbreit geöffnet – nicht ganz freiwillig, wie Matthias Gastel, bahnpolitischer Sprecher der grünen Bundestagsfraktion, durchblicken lässt.
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