Kröten vor Straßentod bewahren

Während die meisten Menschen es sich bei Sturm und Nässe lieber zuhause gemütlich machen, wachen Kröten, Frösche, Unken, Molche und andere Lurcharten bei steigenden Temperaturen und Niederschlägen aus ihrer Winterruhe auf und kommen in Hochzeitsstimmung. Sie verlassen ihre frostfreien Verstecke in Wurzelspalten, Erdlöchern, morschen Baumstämmen oder Laubhaufen und machen sich auf den ebenso beschwerlichen wie gefährlichen Weg von Gehölzen, Wäldern oder auch Gärten zu ihren Geburtsgewässern, auf die sie während der Kaulquappenphase geprägt wurden. Dabei erweisen sich weibliche Frösche und Kröten als das stärkere Geschlecht: Sie tragen die faulen Männchen, die manchmal tagelang am Wegesrand auf eine Mitnahmegelegenheit warten, huckepack in Richtung Wasser. Zwar liegen die nächtlichen Wanderungen, auf denen die kleinen Tiere oft mehrere Hundert Meter zwischen Winterquartier und Laichgewässer zurücklegen müssen, je nach Artzugehörigkeit schwerpunktmäßig zwischen März und Mai, doch hat das spektakuläre Naturschauspiel in diesem Jahr aufgrund der milden und feuchten Witterung besonders früh begonnen.

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