Sie steht (nicht) auf und befreit sich aus der Abhängigkeit
Kann es einem Mädchen gelingen, sich vom kleinen Kind zu einer selbstbewussten jungen Frau zu entwickeln, wenn es körperlich schwach ist und in einer dörflichen Welt aufwächst, die so sehr vom Mief der Sechziger-, Siebziger-Jahre umgeben ist, dass man am liebsten davonrennen möchte? Die österreichische Autorin Gabriele Kögl, die diesen Monat zu Gast in der Soltauer Künstlerwohnung ist, setzt sich in ihrem neuen Roman Gipskind mit besagter Frage auseinander. In der Bibliothek Waldmühle las sie jetzt aus ihrem Werk. Sie steht nicht auf.