Nabu Heidekreis verurteilt Wolfsabschuss

Mit wachsender Sorge betrachtet der Kreisverband des Naturschutzbundes Nabu die Zunahme illegaler Wolfstötungen in der nördlichen Heideregion. Das bei Wesseloh mit einer tödlichen Schussverletzung aufgefundene Jungtier ist nach dem Mitte Oktober bei Salzhausen schwer verletzt am Straßenrand entdeckten Wolf nun bereits der zweite Fall, in dem ein Wolf im letzten Jahr durch oder infolge eines Schusswaffengebrauchs in der nördlichen Heideregion ums Leben gekommen ist, konstatiert Klaus Todtenhausen, 1. Vorsitzender des Nabu Heidekreis, und befürchtet zudem eine hohe Dunkelziffer gewilderter Wölfe. Dass der Anfang 2020 bei Rotenburg überfahrene Elternrüde des Visselhöveder Rudels eine verheilte Schussverletzung aufwies, sei ein weiteres Indiz für die zunehmende Aggressivität gegenüber einer streng geschützten Tierart, die verbal sowohl durch unsachliche, unausgewogene und reißerische Medienberichte als auch durch Forderungen nach Obergrenzen und wolfsfreien Zonen befeuert werde.

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