6 Leserbrief Martina Preloger

Für mich ist der um sich greifende Trend nach vermeintlich pflegeleichten geschotterten Gartenflächen, der nicht nur in Soltau immer neue Anhänger findet, ein Synonym für den Umgang mit der Natur im Allgemeinen. Zitat des Biologen Ulf Soltau aus der Kraut&Rüben 1/2020: Mit Gärten im herkömmlichen Sinne haben diese Kreationen nicht mehr viel gemein, handelt es sich dabei doch meist um Gesteinsaufschüttungen mit darunterliegendem Plastikvlies Pflanzen hingegen sind in diesen Gärten nur spärlich vorhanden oder fehlen gleich ganz. Für mich sind solche Schottergärten nicht etwa eine Frage des Geschmacks, sondern tote Flächen, denen jede kulturelle, gesellschaftliche oder ökologische Funktion eines richtigen Gartens fehlt. Ich nenne sie: die Gärten des Grauens.

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