Die Falten aus der Seele bügeln

Nach den 22 Kilometern des Tages auf Sandwegen und durch baumlose Landschaften ist Sjelle Hiebner aus den Wanderschuhen gestiegen, hat geduscht und auf die Blasen an den Füßen Pflastern geklebt. Sie hat ihr T-Shirt und den Rock gewaschen, beides auf eine Leine zum Trocknen gehängt, ihren Schlafsack aus dem Rucksack geholt und ist ins vermutlich kleinste Pilgerhaus Deutschlands eingezogen. Das steht in Soltau auf dem Hof an der Bahnhofstraße von Wilfried Worch-Rohweder. Es ist im Inneren knapp zwei Meter lang und 1,60 Meter breit, man kann gut darin stehen.

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