16 Arztbesuche pro Patient
Es ist eine Gemengelage, die unter dem Wort Ärztemangel zusammengefasst werden kann: Überalterung, zu wenig Studienplätze, der Anspruch an den eigenen Arbeitsplatz, das Streben in eine Großstadt, aber auch die steigenden Arztbesuche der Patienten. Noch gibt es ihn zumindest rechnerisch nicht, noch erreichen alle Patienten mit dem Auto innerhalb von 15 Minuten einen Allgemeinmediziner, sagt Michael Schmitz, Geschäftsführer der Bezirksstelle Verden der Kassenärztlichen Vereinigung (KVN). Dass das noch so ist, sei auch der Arbeit der KVN zu verdanken, die schon seit zehn Jahren mit dem drohenden Ärztemangel beschäftigt ist und mit vielfältigen Maßnahmen und Beratungen gegensteuere. Eine Unterversorgung ist gegeben, wenn eine Region nur zu 75 bis 80 Prozent mit Hausärzten versorgt ist.