Ein trauriger Abschied wider Willen
Als sie 2015 endlich, nach zwei an der Grenze gescheiterten Versuchen, Mazedonien verlassen konnten, hatten Adnan Huseinov, seine Frau Nazljije Huseinova und die Töchter Selina und Adelisa vor allem eines im Gepäck: Hoffnung. Die Familie flüchtete, weil sie es in ihrem Dorf nahe der Hauptstadt Skopje nicht mehr ausgehalten hatte. Die völlige Perspektivlosigkeit der Eltern, die als Roma keine Arbeitsstellen finden, die angewiderten Blicke im Bus insbesondere auf Adnan Huseinov, dessen Haut dunkel ist, all den täglichen Rassismus, die Schimpfwörter, den Hass. In Deutschland wollten sie ein neues Leben anfangen, sich endlich etwas aufbauen.