Biodiversität nützt Menschen

Während sich Kreistag und -verwaltung noch mit der Natura 2000-Schutzgebietsausweisung für das Aller-Leine-Tal abmühen, gibt es bereits Initiativen gegründet mit dem Ziel, die Wirkung der bevorstehenden Schutzgebietsauweisung entweder abzuschwächen oder zu verstärken. Nach der Gründung des Beteiligungs- und Pflegeverbands Aller-Böhme-Region Mitte des Jahres, der als Sprachrohr von Landwirten und Interessenvertreter anderer Nutzergruppen für einen moderaten Unterschutzstellung des Gebietes durch lediglich eine Grundverordnung und Vertragsnaturschutz eintritt, streben mehrere Organisationen und Verbände das Gegenteil an: Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu), der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND), der Biohof Eilte sowie der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen haben sich zum Interessenverbund Natur- und Umweltschutz im Heidekreis zusammengeschlossen. Ziele des Bündnisses sind nach eigener Darstellung die Förderung und Unterstützung einer zeitnahen und rechtlich korrekten Umsetzung des FFH-Gebietes in nationale Schutzgebietsverordnungen sowie die Information der Öffentlichkeit über die naturschutzfachliche Bedeutung gegenüber den bisher im Vordergrund stehenden wirtschaftlichen Einzelinteressen. Konkreter Anlass für die Gründung ist die festzustellende politische Verschleppung bei der Unterschutzstellung des Aller-Leine-Tals im Heidekreis und ein daraus resultierendes drohendes Vertragsverletzungsverfahren der EU, heißt es in einer Pressemitteilung.

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